Humboldt-Universität zu Berlin - Digitales Prüfen

Besondere Regelungen aufgrund von COVID-19

 

Abweichungen von der Regelstudienzeit wegen der COVID-19-Pandemie

Für Personen, die im Wintersemester 2020/21, Sommersemester 2021 und / oder im Wintersemester 2021/22 an der Humboldt-Universität zu Berlin (oder anderen staatlichen oder staatlich anerkannten Berliner Hochschulen) eingeschrieben sind und nicht beurlaubt waren, gilt eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Das bedeutet, das Semester wird als Fachsemester gezählt, gleichzeitig wird die Semesteranzahl der Regelstudienzeit um ein Semester erhöht.

 

Regeln zu Nichtantritt und Nichtbestehen unter Sonderregelungen zu COVID-19

Grundsätzlich gilt, dass ein Rücktritt bis einen Tag vor dem Prüfungstermin über AGNES möglich ist. Der Rücktritt muss an diesem Tag bis spätestens 23.59 Uhr abgeschlossen sein. Nach Ablauf der Frist ist ein Rücktritt nur noch gemäß Fall 2 möglich (Nachweis eines triftigen Grundes).

 

Fall 1: Prüfung abgelegt, aber nicht bestanden.

Prüfung unter Corona-Bedingungen (Prüfungen in den Semestern 2020, 2020/21, 2021 und 2021/22):

Die Prüfung gilt als nicht unternommen (BerlHG § 126b) und erscheint nicht in der Prüfungsakte. Corona-Sonderregel.

—> Kein Fehlversuch!

 

Fall 2: Zur Prüfung angemeldet, Prüfung findet statt, angemeldete Studentin oder angemeldeter Student erscheint nicht UND hat triftigen Rücktrittsgrund

Erforderlich: Es muss unverzüglich (spätestens am dritten Werktag) nach dem Prüfungstermin schriftlich der Rücktritt von der Prüfung erklärt UND der Rücktrittsgrund glaubhaft gemacht werden (z. B. bei Erkrankung: Vorlage eines ärztlichen Attests).

Prüfung unter Corona-Bedingungen: Der Prüfungsauschuss prüft, ob der Rücktrittsgrund als erlaubter Rücktritt gewertet wird und damit Anmeldung, Zulassung und Prüfungsversuch als nicht erfolgt gelten (§ 107 Abs. 2 Satz 5 ZSP-HU).

—> Wenn der Prüfungsauschuss positiv entscheidet, kein Fehlversuch!

 

Fall 3: Zur Prüfung angemeldet, Prüfung findet statt, angemeldete Studentin oder angemeldeter Student erscheint nicht UND hat keinen triftigen Rücktrittsgrund

Prüfung unter Corona-Bedingungen: Die Studentin oder der Student ist durchgefallen. KEINE Sonderregel wegen COVID-19.

—> Durchgefallen (Fehlversuch)!

 

Sonstige Aspekte der Prüfung

Täuschungsversuch

Wer bei der Ablegung einer Prüfung täuscht oder zu täuschen versucht, hat die Prüfung nicht bestanden.

Wird die Täuschung erst bekannt, nachdem das Bestehen der Prüfung bestätigt ist, wird die Bestätigung aufgehoben und eingezogen, d.h. die Prüfung wird als nicht bestanden gewertet (§ 111 ZSP-HU).

Wichtig: Sonderregelungen wegen der COVID-19-Pandemie greifen nicht, da der Täuschungsversuch ursächlich für das Nichtbestehen der Prüfung ist und nicht die pandemiebedingten Nachteile in der Prüfungsvorbereitung.

—> Durchgefallen (wird als Fehlversuch gewertet)!

 

Nachteilsausgleich bei digitalen Prüfungen

Ein Nachteilsausgleich (NTA) setzt einen Antrag der Studentin oder des Studenten voraus. Bei digitalen Prüfungen („Modulabschlussprüfungen, die ausschließlich unter Einsatz elektronischer Informations- und Kommunikationstechnologien erbracht oder durchgeführt werden“), kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden, wenn beim Studenten oder der Studentin die technischen Voraussetzungen nicht vorliegen (siehe § 107a, Abs. 7 ZSP-HU).

Die Studentin oder der Student muss das Vorliegen der Voraussetzungen glaubhaft machen. Über Art und Gewährung eines Nachteilsausgleichs für Prüfungsleistungen entscheidet der zuständige Prüfungsausschuss (§ 109 ZSP-HU).

Hinweis: Anträge sollten mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf gestellt werden, da das NTA-Verfahren und die Umsetzung des NTA Zeit benötigt.

Auch aus anderen Gründen kann ein NTA gewährt werden, z. B. zur Gewährung längerer Prüfungszeiten. Die Voraussetzungen dazu richten sich nach § 109 ZSP.